Obrenovac nach Beograd - letzte KurvenSticky PostingsAn Obrenovac waren wir glatt vorbeigerauscht, es war einfach zu dunkel. Da eine laute Strasse, das Südufer vergällte, parkten wir an der Baricka Ada, einem grillenreichen, verwilderten Ufer. An Land zu gehen erschien hier unmöglich. einfach zu schlammig, also ankerten wir. Abends zog noch schnell ein Gewitter in einiger Entfernung vorbei, uns Angst einzujagen. Rückwärts nach Obrenovac wollten wir nicht mehr, also liessen wir uns am morgen einfach weitertreiben, an der Insel vorbei. Wir waren bei Km 18 angelangt, nur noch 8 Flusskilometer bis zur Ada Ciganlija, der grossen Save-Insel, die den Anfang von Novi Beograd markiert. Weiter trieben wir nun häufiger an Industrieanlagen und Brücken vorbei, an Heizkraftwerken und Schiffstankstellen. Viele dieser Orte waren 1999 Ziele der Nato-Angriffe gewesen. Gegen Nachmittag waren wir hungrig und am rechten Ufer kamen uns nun häufiger kleine Städte wie Umka und Ostruznica entgegen. In letzterem Ort sahen wir nun ein Restoran, ein früheres Zollhaus an der Grenze zwischen türkischem und austroungarischen Einflussbereich. Dort probierte ich zur Abwechslung mal wieder Fischsuppe und kaltes Bier. Irgendwie hatte das frühe Aufstehen der letzten Tage doch an der Substanz gezehrt und wir zogen uns bald in die Schlafgemächer zurück. Am nächsten morgen wurde schnell die minimalistisch eingerichtete Pekara Ostruznicas aufgesucht, Brot gab es, dann mussten noch die Plakate für das ja bereits heut abend stattfindende Konzert mit Manisent i Mentalnost, Multietnička Atrakcija und Strašni Haremski Čuvari Obrenovac to Belgrade - last curves Bald kamen in der Ferne die ersten Hochhäuser von Novi Beograd in Sicht, doch zog es sich noch hin bis zur Ada Ciganlija. Bald trieben wir auf sie zu, der Motor verweigerte kurz seine Dienste, die Zündkerzen. Müssen wir nun rechts oder links an ihr vorbei? Rechts Sackgasse. Bald gesellten sich am rechten Ufer Hausboot an Hausboot in den verschiedensten Ausführungen, links reihten sich die Restoran-Flösse Novi Beograds aneinander. Als nächstes musste die Ada Medica passiert werden, auch die Altstadt von Beograd zeichnete sich als groteske Kontur (am Hügel gebaut) in der Ferne ab. Unter den drei Stadtbrücken hindurch, Menschen in der S-Bahn winken. Hinter dem Brückenpfeiler der Brankuv Most lauert ein Angler, er fotografiert uns, wir fotografieren ihn. Rechts kam nun der Kalemegdan, die alte Festung ins Bild, gelungene Perspektive vom Fluss aus betrachtet. Die Hafenpolizei prüfte kurz unseren Bestimmungsort und (vielleicht) ob wir in selbstmörderischer Absicht unterwegs sind (wir hatten einen Schleppkahn erst 500 m vor Kollision beachtet und ausgewichen). Jadranko hatte erzählt, das viel Polizei patroulliert, wegen der häufigen Selbstmorde von den Brücken aus. Nun konnte man die Donau schon erahnen, die Save weitete sich. Links, in Richtung des Vororts Zemun, liegt noch die Veliko ratno ostrvo (grosse Kriegsinsel), die über einen schmalen Seitenarm Donau und Save verbindet. Dort, zugänglich vom Park Usce, nahe des ehemaligen jugoslawischen Regierungsviertels, liegen auch einige Restoran-Flösse vor Anker, darunter das Hostel Arka Barka, das eine griechische Architektin entworfen hat. Wir legten uns also in die letzte Kurve, hin zur Donau-Mündung, umfahren nochmal einen Fischer, der auf Welse aus ist (er klopfte mit einem seltsamen Holzstampfer aufs Wasser, was ein die Welse nervendes Geräusch erzeugt). Wir eröffneten die letzten Biere, in der Ferne winkte es schon. Linkerhand geht es noch an einigen Restorans vorbei, ehe wir an das Hostel ArkaBarka andocken. Dort wartete schon Christian vom ArkaBarka auf uns. Wir kletterten über die Reling auf die Terrasse und schüttelten Hände, Kilometer 0 auf der Sava, Kilometer 1172 auf der Donau, es war geschafft. Again... to tired to translate... google might do: (and funny enough) Soon came in the distance, the first high-rise buildings of Novi Beograd in Visibility, but it still was some distance to Ada Ciganlija. Too soon we are on it, the engine briefly refused his services, the Spark plugs. Do we need to go to the right or left here? Right is dead end. Soon joined on the right bank houseboat to houseboat in various types, lined up on the left were Restoran-rafts of Novi Beograd. Next, the Ada Medica is passed, even the old town of Belgrade arises as grotesque contour (on the hills it is built) in the distance. Of the three City bridges, people in the S-Bahn wave their hands at us. Behind the Bridge pillars of Brankuv Most lurks an angler, he photographed us, We photographed him. Right now came the Kalemegdan, the old fortress into the picture, good perspective from the river perspective. The Port police briefly considered our destination, and (perhaps) whether we drove with suicidal intentions (we had seen a Barge only 500 meters before collision, respected and evaded). Jadranko had told, that the police is around always, because of the frequent suicides off the bridges. Now could the Danube river already been guessed, the Sava widened. To the left, in the direction of the suburb Zemun is still the Veliko Ratno ostrvo (big war island), that connects Danube and Sava with a narrow channel. There, accessible from the park Usce, near the former Yugoslav Government district, are also some Restoran rafts anchoring, including the hostel Arka Barka, which a Greek architect had designed. So we went into the last curve towards Danube estuary, again bypassing a fisherman who is on catfish from (he knocked with a strange wooden pounder out on the water, which is the Catfish annoying noise). We opened the last few beers in remotely waved it. To the left still some Restorans gone before us to the hostel ArkaBarka dock. There have waited Christian from ArkaBarka on us. We climbed over the railing on the Terrace and shook hands, Km 0 on the Sava River, mileage 1172 on the Danube, it was done.
Posted by Visionerski
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Friday, September 12. 2008 16:09
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